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Allgemeine Informationen zum Spülen einer Sandfilteranlage

Sandfilteranlage richtig spülen

Foto: pixabay.com

Das Spülen des Sandfilters ist eine Wartungsmaßnahme, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sollte. Auf diese Weise lässt sich die Lebensdauer des Filtersandes stark verlängern, der Austausch des Filtersandes ist dann weniger häufig notwendig. Weil Bedienungsanleitungen von günstigen Sandfilteranlagen häufig schlecht übersetzt sind oder die Beschriftungen auf dem Wegeventil nicht mit den Bezeichnungen übereinstimmen, die in der Bedienungsanleitung genannt sind, haben manche Anwender Schwierigkeiten mit dem richtigen Spülen des Filtersandes.

Die Ventileinstellungen einer Sandfilteranlage

Die meisten Sandfilteranlagen sind mit einem Wegeventil ausgestattet, welches die zahlreichen Anschlüsse der Sandfilteranlage auf verschiedene Weise miteinander verbinden kann. Die Anschlüsse der Sandfilteranlage sind nachfolgend aufgelistet:

  • Vorlauf vom Wasserbecken zur Anlage
  • Eingang der Pumpe
  • Ausgang der Pumpe
  • Eingang des Sandfilters
  • Ausgang des Sandfilters mit Filterstern
  • Rücklauf ins Wasserbecken
  • Ablauf für Schmutzwasser in die Kanalisation

Die möglichen Stellungen des Wegeventils lauten wie folgt:

Geschlossen: Alle Anschlüsse sind blockiert. Kein Wasser kann fließen, die Pumpe darf in dieser Stellung nicht angeschaltet werden. Anderenfalls kann die Anlage beschädigt werden.

Entleeren: Das Beckenwasser wird durch den Vorlauf und die Pumpe in den Ablauf zur Kanalisation gefördert. Diese Einstellung entleert das Wasserbecken.

Zirkulieren: Beckenwasser wird durch den Vorlauf angesaugt und durch die Pumpe direkt wieder in den Rücklauf zum Wasserbecken gefördert. Es findet keine Reinigung statt, diese Einstellung kann zum Beispiel verwendet werden, um das Wasser im Becken gleichmäßig zu durchmischen, sodass es überall gleich warm ist.

Filtern: Die hauptsächlich genutzte Ventileinstellung ist mit Filtern/Säubern/Reinigen/Clean o.Ä. bezeichnet. In diesem Modus wird das Wasser durch den Vorlauf und die Pumpe in den Sandfilter gedrückt, wo es gefiltert wird und schließlich über den Rücklauf wieder in das Becken gelangt.

Rückspülen: Diese Einstellung dient der Reinigung des Filtersandes. Wasser wird rückwärts, also vom Filterstern zum Eingang des Sandfilters, durch den Filter gepumpt. Dabei werden die angesammelten Schmutzpartikel ausgeschwemmt. Das Schmutzwasser wird anschließend in den Ablauf zur Kanalisation geleitet.

Nachspülen: Nachdem der Filtersand durch Rückspülen gereinigt worden ist, befinden sich innerhalb des Sandfilters noch Sandkörnchen in der Schwebe. Um diese wieder abzulagern, wird im Nachspülmodus Wasser durch den Sandfilter und anschließend in die Kanalisation geleitet.

Reinigung des Filtersandes durch Rückspülen

Zeigt das Manometer der Sandfilteranlage einen Anstieg des Wasserdrucks im Sandfilter an, so ist dieser verschmutzt und sollte gespült werden. Dies geschieht im Regelfall nach ungefähr einer Woche Filterbetrieb.

Zum Reinigen des Filtersandes wird die Position des Wegeventils mehrmals geändert. Vor jedem Schaltvorgang am Ventil muss die Pumpe ausgeschaltet werden. Zunächst wird das Ventil auf die Stellung „Rückspülen“ gebracht und die Pumpe für ca. eine Minute eingeschaltet. Der Filtersand wird gereinigt und das Schmutzwasser in die Kanalisation gepumpt. Anschließend empfiehlt es sich, das Ventil auf „Nachspülen“ zu stellen. Auf diese Weise wird verhindert, dass durch den Rückspülvorgang in die Schwebe geratener Filtersand in das Becken gerät. Nach ca. einer Minute Nachspülen kann die Filteranlage wieder in den Normalbetrieb, also auf die Stellung „Filtern“ gebracht werden.